Warum Mobilität im Alter so wichtig ist

Die Menschen werden durch medizinische Fortschritte und veränderte Lebensumstände immer älter. Um so lange wie möglich selbstbestimmt und unabhängig zu bleiben, spielt die Mobilität eine wichtige Rolle.

Lebensdauer und -qualität im demographischen Wandel

Der sogenannte demographische Wandel bedeutet unter anderem, dass es in der Bevölkerung in Deutschland im Verhältnis immer mehr ältere und dafür weniger junge Menschen geben wird. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer mehr steigt – zur Zeit liegt sie etwa zwischen 80 und 86 Jahren.

Das bedeutet: Mit Eintritt in die Rente liegen im Schnitt noch etwa 20 Jahre vor einem, die gestaltet werden wollen. Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung, um aktiv, unabhängig und selbstständig zu bleiben und sich dabei körperlich und geistig länger gesund und fit zu halten. Mobilität bietet also ein Stück Lebensqualität.

Mobilität für soziale Kontakte, Ehrenamt und Beschäftigung

Wer mobil ist, kann seine sozialen Kontakte pflegen, sich mit Freunden treffen und gemeinsame Unternehmungen planen. Auch ein Engagement in einem Verein, einer Initiative, einem Projekt oder einer Selbsthilfegruppe sind möglich und außerdem gern gesehen. Denn in den verschiedensten Bereichen werden freiwillige Helfer gebraucht: Sportvereine, Hilfsorganisationen, Verbände, politischen Initiativen, im kirchlichen oder religiösen Bereich, außerschulischer Jugendarbeit, kulturellen Einrichtungen und viele mehr.

Zur Zeit betätigen sich auch immer mehr Senioren als sogenannte „Leih-Großeltern“. In einigen Städten gibt es dafür Projekte oder Initiativen, die Senioren ohne Enkelkinder, oder deren Familien weiter weg wohnen, an Familien ohne Großeltern vermitteln. Die „Leih-Großeltern“ betreuen dann für gewisse Zeiten die „Leih-Enkel“, verbringen Zeit mit ihnen, unternehmen etwas, gehen zum Beispiel Eis essen – eben alles, was Oma und Opa so machen. Dieses Betreuungsangebot bringt Generationen zusammen und es profitieren beide Seiten davon.

Die Möglichkeiten der Betätigung und Beschäftigung im Alter sind also sehr vielfältig. Insbesondere ehrenamtliche Tätigkeiten (die zum Teil auch gegen eine geringe Aufwandsentschädigung möglich sind) bieten sich an, wenn man seine Zeit gerne in ein Projekt oder eine Arbeit der eigenen Wahl investieren und sich beteiligen möchte. Laut Studien sind etwa 50 Prozent der Senioren in Deutschland ehrenamtlich tätig.

Körperliche und geistige Mobilität

Wenn mehr Einschränkungen hinzukommen, durch Krankheit oder Unfälle, gibt es dennoch einige Hilfsmittel, die weiterhin eine gewisse Mobilität ermöglichen. Beispielsweise Rollatoren, zu denen es bereits einen Artikel auf unserem Blog mit einigen Tipps gibt: „Praxistipps für Rollatoren“. Denn natürlich nimmt die Bewegungsfähigkeit im Normalfall mit zunehmendem Alter ab. Und Mobilität ist nur insoweit möglich, wie es der körperliche und geistige Gesundheitszustand ermöglichen.

Mobil zu sein, hat aber nicht nur damit zu tun, noch Auto zu fahren oder lange Spaziergänge machen zu können. Mobilität beinhaltet auch die grundsätzliche Bereitschaft, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen, etwas zu wagen und sich „in Bewegung zu setzen“. Voraussetzung dafür sind wiederum Neugierde, Interesse und Eigeninitiative.

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