So bleibt die Lunge bis ins Alter gesund

Ohne Essen kann der Mensch mehrere Wochen überleben, ohne Wasser etwa 3-4 Tage. Ohne Sauerstoff sind es keine zehn Minuten: Unsere Lunge ist eines unserer wichtigsten Organe. Deshalb sollten wir auch gut auf sie achtgeben.

Im Alter abbauen ist normal

Die Menge der kleinen Blutgefäße und die der Lungenbläschen nimmt im Alter ab. Nicht nur die Haut wird weniger elastisch, auch die Elastizität der Lunge geht mit fortschreitendem Alter zurück, sodass sie sich nicht mehr so gut ausdehnen und zusammenziehen kann wie früher. All das sorgt dafür, dass weniger Sauerstoff durch das normale Atmen transportiert werden kann und die körperliche Leistungsfähigkeit entsprechend zurückgeht. Diese Entwicklung ist an sich aber völlig normal und absolut kein Grund zur Sorge, denn die Lebensqualität wird dadurch nicht merklich eingeschränkt.

Der obligatorische Tipp 1: Nicht Rauchen

In einem Beitrag, der sich dem Thema Lungengesundheit widmet, darf an erster Stelle ein Ratschlag nicht fehlen: Rauchen gefährdet die Gesundheit der Lunge häufiger und systematischer als so ziemlich jede andere Bedrohung für unser wertvolles Atemorgan. Es wird angenommen, dass 90% aller Fälle von Lungenkrebs durch Rauchen verursacht werden. Übrigens sind nicht nur die Raucher selbst betroffen: Passivraucher sind gerade in geschlossenen Räumen in ähnlichem Maße betroffen wie die Raucher selbst. Außerdem kann es zu Asthmaanfällen und anderen Atemwegserkrankungen führen. Wer mit dem Rauchen aufhört, tut damit also nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Umwelt einen erheblichen Gefallen.

Draußen: Sport, drinnen: Sauberkeit

Dass Sport gesund ist, ist eine weitere Weisheit, die den meisten bekannt sein dürfte. Aber gerade die Lungenfunktion wird durch ihn in mehrfacher Hinsicht positiv betroffen. Es erhöht sich die Zahl der roten Blutkörperchen, die Sauerstoff zu den Organen transportiert, die Atemmuskulatur wird gestärkt. All das sorgt dafür, dass die Lunge im Endeffekt weniger Arbeit für den gleichen Effekt leisten muss. Eine gut trainierte Lunge baut auch im Alter wesentlich langsamer ab als die eines Sportmuffels. Ein Aber gibt es jedoch:

Sport draußen sollte man nicht einfach irgendwo treiben, sondern auf gute Luft achten. In einer smokverpesteten Innenstadt zu laufen kann mehr schaden als nützen. Ebenso sollte man auch in den eigenen vier Wänden auf saubere Luft achten: Hier ist vor allem regelmäßiges Lüften und Staubsaugen wichtig.

Richtig Atmen, gute Ernährung

Schon richtiges Atmen kann positive Auswirkungen haben. Die Nase reinigt die Luft, feuchtet sie besser an und wärmt sie, bevor sie die Lunge erreicht. Wer immer nur durch den Mund atmet, hat diese und weitere Vorteile nicht. Übrigens war durch den Mund zu atmen vor wenigen Jahrzehnten noch weithin verpönt: Das englische Wort „mouthbreather“ (Mundatmer) ist noch heute gleichbedeutend mit „Schwachkopf“. Durch die Nase zu atmen ist gesünder und war zu Zeiten, als wir mehr gelaufen sind, auch die Regel.

Auch wenn der Zusammenhang vielen nicht bewusst ist: Ernährung kann unsere Lunge ebenfalls positiv oder negativ beeinflussen. Omega-3-Fettsäuren haben sich beispielsweise als positiv für die Lungenfunktion herausgestellt. Sie sind vor allem in Fisch enthalten. Viel trinken hilft, eventuellen Schleim aus der Lunge und den Atemwegen dünnflüssiger zu machen, sodass dieser schneller abtransportiert werden kann.

All diese Tipps können helfen, eine gesunde Lunge bis ins hohe Alter hin zu behalten. Sie alle helfen aber nicht, wenn man nicht auf seinen Körper hört. Die Lunge wird als Organ oft erst dann beachtet, wenn man plötzlich Probleme mit ihr hat, z.B. durch längeren Husten oder plötzliche Atemnot. Wie bei jedem Organ sind also auch hier regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt immer eine gute Idee, um eventuelle Probleme schnell zu erkennen oder von vornherein zu vermeiden.

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