COPD - Leben mit "Raucherlunge"

Die „Raucherlunge“, der „Raucherhusten“, heißt offiziell COPD und ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Vollständig heilbar ist die Krankheit nicht, ihr Verlauf ist jedoch sehr unterschiedlich – Abhängig davon, wie die Betroffenen ihr alltägliches Leben gestalten.

Die Krankheit der Raucher

COPD ist eine der häufigeren Ursachen dafür, dass Menschen Hilfe beim Atmen benötigen. Es handelt sich um eine Abkürzung aus dem Englischen, die für „Chronic Obstuctive Pulmonary Disease“ steht. Da dieser Begriff sehr unhandlich ist, wird die Krankheit umgangssprachlich oft einfach auch als „Raucherhusten“ oder „Raucherlunge“ bezeichnet. Oft sind solche Alltagsbegriffe sehr stark vereinfacht, aber für COPD ist Rauchen tatsächlich die mit Abstand häufigste Ursache. Dabei kann bei COPD im strengen Sinne eigentlich gar nicht von einer Krankheit gesprochen werden, denn eigentlich handelt sich um einen Sammelbegriff für verschiedene Lungenerkrankungen. Diese haben allerdings alle die genannten Symptome gemeinsam: Sie sind chronische (Chronic), das Atmen behindernde (obstructive), Lungen(pulmonary)-Erkrankungen(disease). Erkennbar sind sie am Husten, vor allem bei Belastung, die auch mit Atemnot einhergeht – vor allem beim Ausatmen.

Das macht den Alltag aus

Eine Diagnose mit COPD kommt für die meisten Menschen zunächst als Schock. Gerade dann, wenn sie hören, dass die Krankheit nicht vollständig heilbar ist. Sie fragen sich: „Wie stark werden die Therapiemaßnahmen in meinen Alltag eingreifen?“. Natürlich muss man sich mit COPD im Alltag einrichten und es gilt einige Umstellungen zu beachten. Die physischen Belastungen wie Schmerzen und Atemnot belasten vor- wie nach der Diagnose. Was davor aber nur Sorge war, ist nach der Diagnose Gewissheit. Je nach Mensch ist zunächst das eine oder das andere seelisch belastender. Auf lange Sicht ist jedoch zu wissen, dass man mit der Krankheit leben muss, immer der Ungewissheit vorzuziehen, was die psychologische Belastung der Betroffenen anbelangt. Denn nur dann ist es möglich, sich mit einer Krankheit zu arrangieren.

COPD muss einer guten Lebensqualität nicht im Wege stehen – wenn man richtig damit umgeht. Das bedeutet nicht nur, verschriebene Medizin zu nehmen, sondern auch, sich selbst und seiner Lunge etwas Gutes zu tun. Sei es durch Entspannungs- und Atemtechniken oder einer bewussten, gesünderen Ernährung. Das Wichtigste ist aber, die Ursache der Krankheit zu bekämpfen und zu meiden. Bei den allermeisten Betroffenen heißt das: Nicht mehr rauchen.

Verzicht ist schwer, aber richtig

Sich das Rauchen abzugewöhnen ist schwer, keine Frage. Und sich zu denken: „Jetzt ist die Krankheit ja da, jetzt hab‘ ich auch nichts mehr zu verlieren“, ist für viele Betroffene tatsächlich ebenfalls ein Gedanke, der oft zwangsläufig aufkommt. Viele Menschen haben vielleicht auch deshalb selbst mit COPD noch Schwierigkeiten mit dem Rauchen aufzuhören, obwohl gerade jetzt jede Zigarette ihren Zustand potentiell weiter verschlechtert.

Viele vergessen dabei aber eins: Die Umstellungen im Alltag sind nicht ohne Grund Folge der Diagnose, sie sind gegen die Krankheit. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn das bedeutet auch, dass diese Umstellungen nicht da sind, weil Mediziner die Freiheit der Betroffenen einschränken möchten, sondern um ihr Leben zu verbessen. Wer weiß, dass er oder sie auf etwas verzichtet, weil ihr oder ihm das gut tut, wird weitaus weniger Probleme mit jenem Verzicht haben.

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