Abwechslung im Pflegealltag – ein paar Ideen für den Frühling

Der Alltag kann für Pflegebedürftige monoton werden. Ihn interessanter zu gestalten und Abwechslung zu bieten, ist manchmal eine Herausforderung. Viele bleiben aus Vorsicht in ihrer Routine, oder es fehlt einfach an Ideen. Dabei gibt es einiges, was man neben Musik, Lesen oder Malen machen kann. Hier ein paar Ideen für den kommenden Frühling.

Als Erstes…

In der Pflegebedürftigkeit ist sehr viel Freizeit gegeben. Zu viel ungenutzte Freizeit kann aber auch zur Belastung führen. Besonders, wenn diese nicht mit jemandem geteilt werden kann. Gesundheitliche Hindernisse sind meistens auch der Grund für die Aufgabe von Hobbys. Aber etwas Neues, das das Interesse weckt, lässt sich jedoch finden.

Als Angehörige kennt man die Pflegebedürftigen oft ohnehin sehr gut. Aber auch durch Gespräche mit den Pflegebedürftigen kann man meist deutlich heraushören wofür ihr Herz schlägt. Persönliche Interessen und Vorlieben können eine Hilfestellung in Sachen Ideen sein. Klar, dass die Mobilität durch die Pflegebedürftigkeit eingeschränkt ist. Aber Spaß und Freude dürfen im Alltag trotzdem nicht fehlen und können bereits durch kleine Aktionen hervorgerufen werden.

…einen Ausflug planen?

Raus in die Natur ist sowohl für Jung und Alt wohltuend für die Gesundheit. Manche müssen nur vor die Haustür und sind bereits in der Natur. Es muss aber nicht immer die am nächsten gelegene Wiese sein, man kann auch mal an einen See fahren. Viele Seen sind auch für den Rollstuhl befahrbar, was ein großer Vorteil gegenüber Wald und Wiesen ist. Je nachdem wie weit der nächste See entfernt ist, muss so ein Ausflug im Voraus geplant werden und auch bedacht werden, welche Hindernisse vielleicht zu überwinden sind. Doch besonders im Frühjahr, wenn die Temperaturen nicht so hoch sind, tut ein Spaziergang am See Körper und Seele gut. Nicht nur für den Pflegebedürftigen ein wohltuendes Erlebnis, sondern auch für die Angehörigen.

...Tiere bringen Freude im Alltag!

Eine ausgefallene Idee, aber auch ein Zoobesuch kann zu einer schönen gemeinsamen Erinnerung werden. Die Beobachtung von Tieren macht Freude und ist ein Erlebnis. Am besten sucht man sich ruhigere Tage mit weniger Besuchern für den Zoobesuch aus. Falls man den Zoo nicht kennt, kann man sich vorher erkundigen, welche Tage sich dafür eignen und inwiefern die Anlage barrierefrei ist.

…Blumen bringen die Augen zum Strahlen

Ein Ausflug in die Natur kann auf unterschiedlichste Weise gestaltet werden. Als Alternative zu freien Natur bietet sich ein Ausflug in einen botanischen Garten an. Vor allem für diejenigen, die sich gerne im Garten beschäftigt haben, kann so ein Ausflug viel Freude bringen. Ein weiterer Vorteil: Auch an kälteren Tagen ist so ein Besuch möglich. Auch hier gilt: Gegebenenfalls vorher durch einen Anruf in Erfahrung bringen, ob die Anlage barrierefrei ist.

…auch Urlaub oder eine Kur sind möglich

Einen gemeinsamen Urlaub zu planen, erfordert größeren Aufwand, wird aber definitiv den monotonen Alltag durchbrechen. Dafür kann man auch ein Pflegehotel suchen, das sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für Angehörige angemessene Unterkunft und Verpflegung bieten kann. Auskunft zu Pflegehotels kann man im Reisebüro bekommen, oder sich im Internet selbst schlau machen.

Bereits das Planen schürt die Vorfreude und bringt auf andere Gedanken. Alternativ dazu bietet sich eine gemeinsame Kur an, die bei der Krankenkasse beantragt werden kann. Dabei kann der Pflegende und auch der Pflegebedürftige vom Alltag entlastet werden. Zumal bekommt der Pflegebedürftige eventuell auch die Möglichkeit mit Gleichaltrigen Kontakt zu knüpfen. Abwechslung bringt dieser Tapetenwechsel allemal.

…eine andere Art des Ausflugs

Manchmal lässt der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen jedoch nicht zu, dass ein Ausflug außerhalb der eigenen vier Wände möglich ist. Trotzdem muss der Alltag nicht monoton werden. Dank heutiger technischer Möglichkeiten sind auch andere Arten des Ausflugs denkbar: Gemeinsam einen Film ansehen, ist eine Möglichkeit. Oder virtuell mit Google Maps Erinnerungsorte besuchen und durch die Straßen „gehen“ kann spannend für alle Beteiligten sein. Letzten Endes kommt es darauf an, dass neben der Veränderung der Alltags-Routine vor allem die Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit können Sie wertvolle Momente im Alltag miteinander schaffen.

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