5 Tipps gegen Demenz

Demenz ist gefürchtet – vor allem deswegen, weil sie in den meisten Fällen nicht behandelbar ist, sobald sie erst einmal eingetreten ist. Aber das Risiko an Demenz zu erkranken lässt sich mit der richtigen Lebensweise deutlich reduzieren. Wir haben fünf der wichtigsten Strategien gegen Demenz für Sie zusammengefasst.

1.    Körper stützt Geist

Dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt, wussten schon die alten Römer. Das wichtigste Prinzip der Demenzprävention ist es, das Gehirn auf Touren zu halten. Dazu gehört auch Bewegung. Denn die Bewegung des Körpers beansprucht auch das Gehirn: Muskeln wollen kontrolliert, daraus resultierende Sinnesreize verarbeitet werden. Dazu muss man nicht im Alter noch anfangen, Marathons zu laufen, aber quasi überall gibt es Sportangebote, die sich gezielt an ältere Menschen richten um diese fit zu halten. Doch auch ein lockerer Spaziergang kann bereits wahre Wunder wirken für das körperliche Wohlbefinden – und damit auch für das geistige.

2.    Ernährung fürs Hirn

Diverse Studien haben belegt: Mediterrane Küche senkt das Risiko nicht nur eines Herzinfarktes, sondern auch von Alzheimer messbar. Fisch und Olivenöl enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die im Vergleich zu den gesättigten Fettsäuren, die sich in Butter, Wurst und Speck sowie Rind- und Schweinefleisch finden, den Cholesterinspiegel deutlich schonen. Das reduziert das Risiko einer Gefäßverkalkung – auch im Gehirn. Folsäurereiche Nahrungsmittel wie Brokkoli und Spinat reduzieren zudem Homocystein im Blut, eine Substanz, die ebenfalls das Alzheimer-Risiko erhöht.

3.    Denken hilft Denken

Wer das Gehirn fithalten will, muss es benutzen. Das Klischee „das Gehirn ist ein Muskel“ ist hier eine zutreffende Metapher: Wie ein Muskel baut das Gehirn ab, wenn es nichts zu tun hat. Vor allem die Verbindungen zwischen Nervenzellen werden abgebaut. Daher gilt es, diese Verbindungen zu nutzen. Das kann man z.B. durch tüfteln und rätseln, wie z.B. Sudoku aber auch Kreuzworträtsel oder Malen und Musizieren.

4.    Kontakte pflegen zu anderen

Kreativ und wichtig ist auch die Interaktion mit anderen Menschen: Soziale Aktivitäten stimulieren das Gehirn auf eine ganz besondere Weise und reduzieren das Demenz-Risiko ebenfalls. Mittlerweile gilt es weitestgehend als wissenschaftlich erwiesen, dass man im Alter geistig fitter ist, je mehr Kontakte man mit Freunden und Bekannten regelmäßig pflegt. Dafür reicht übrigens nicht, Facebook-Posts zu lesen. Richtige, zwischenmenschliche Interaktion ist gefragt.

5.    Alkohol und Tabak vermeiden

Dass Rauchen und Trinken schlecht fürs Gehirn sind, ist selbstverständlich, darf aber in einem solchen Artikel schlichtweg nicht fehlen. Rauchen ist schlecht für den ganzen Körper, verstopft Gefäße und erhöht deutlich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Aber auch die Denkleistung nimmt als Folge regelmäßigen Rauchens messbar ab – und das übrigens auch schon wenige Jahre nach Beginn der Angewohnheit, nicht erst im Alter. Übertriebener Alkoholkonsum schädigt die Nerven im Gehirn, das damit verbundene Suchtverhalten schränkt die Kreativität ein, die, wie bereits gelernt, einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit des Gehirns leistet.

Wer dem eigenen Gehirn also Reize und Anstöße gibt, mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen kreativ interagiert und seinen Körper gezielt durch gute Ernährung und Sport fördert, während er oder sie Drogen meidet, macht bei der Vorbeugung von Demenz alles richtig.

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